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Museumsverband des Landes Brandenburg e.V.
Pressemitteilung 4/2010
Potsdam, 27. April 2010


„Wer seinen Augen durch Gläser zu Hülfe kommen muss, der vermeide schlechte Brillen...“

Johann Heinrich August Duncker - Begründer der deutschen optischen Industrie in Rathenow

In der Reihe "Pioniere der Industriekultur. Geschichte und Geschichten aus Brandenburgischen Museen für Technik, Arbeit und Verkehr" hält Frau Dr. Bettina Götze, Kulturzentrum Rathenow, einen Vortrag über Johann Heinrich Duncker, den Begründer der deutschen optischen Industrie in Rathenow.

Ort:  Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), Kutschstall Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam, www.hbpg.de
Beginn: 28.04.2010 um 19 Uhr
Eintrittspreis: 3 Euro

Eine Veranstaltung der AG Technikmuseen im Museumsverband des Landes Brandenburg in Kooperation mit dem HBPG.

Hintergrundinformation:

Der Prediger Johann, Heinrich, August Duncker gilt als Begründer der optischen Industrie in Rathenow. Rathenow führt den Namen "Stadt der Optik" in ihrem Titel.  Johann Heinrich August Duncker  hatte in Halle Theologie studiert und auch physikalische Vorlesungen gehört. In Halle hat er auch seine Liebe für die Optik entdeckt. Er war an der Universität in Halle mit einem Verfahren bekannt gemacht worden, wie man Gläser schleifen konnte. Um 1800 wurden in Deutschland nur gegossene Gläser hergestellt, die statt die Sehkraft zu stärken, eher die gegenteilige Wirkung zeigten. Nach dem Studium kam er nach Rathenow zurück, wo er seinem Vater, der Erzdiakon in der Kirchengemeinde war, als Gehilfe diente. Er bemerkte in den Gottesdiensten, dass die alten Leute die Gesangbücher nicht mehr lesen konnten. Um die Sehkraft seiner alten Gottesdienstbesucher zu verbessern, erfand er eine handbetriebene Vielschleifmaschine, mit der man 11 Gläser gleichzeitig bearbeiten konnte. Die Gläser konnten so präzise geschliffen werden, dass sie genau die benötigten Dioptrien für die Sehschärfenkorrektur ergaben. Sie waren auch billiger als die gegossenen Gläser, die praktisch unbrauchbar waren. Er richtete in Rathenow eine kleine Werkstatt in den Stallräumen des Pfarrhauses ein und begann mit der der Herstellung der Gläser. Am 10.03.1801 erteilte ihm König Friedrich Wilhelm III. von Preußen den Titel: " Königliche priviligierte optische Industrieanstalt" und das Patent für die Vielschleifmaschine. Mit dieser ersten Glasschleiferei wurde der Beiname Rathenows als "Stadt der Optik" begründet. (Quelle: www.rathenow.org/geschichte.html)


Verantwortlich:

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Arne Lindemann M.A.
Mitarbeiter

Museumsverband des
Landes Brandenburg e.V.
Am Bassin 3
14467 Potsdam

Fon: (0331) 232 79 11
Fax: (0331) 232 79 20
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