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Museumsverband des Landes Brandenburg e.V.
Pressemitteilung 6/2010
Potsdam, 14. Mai 2010


Flyer "Zeit für Geschichte in Potsdam" erscheint am Museumstag
Potsdamer Museen, Gedenkstätten und Forschungseinrichtungen führen auf die Spuren des 20. Jahrhunderts in Potsdam

Auf den Spuren des 20. Jahrhunderts durch die Stadt Potsdam führt ein neuer Flyer, den zehn Potsdamer Museen, Gedenkstätten und Forschungseinrichtungen zusammen erarbeitet haben. Potsdam war preußische Beamten-, Garnison- und Residenzstadt. Diesen Charakter behielt sie auch nach der Abdankung des letzten deutschen Kaisers und der Errichtung der Weimarer Republik. Im Zuge der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde am 21. März 1933, dem „Tag von Potsdam“, aus Anlass der Eröffnung des Reichstags das Bündnis der neuen Führung mit dem „alten Preußen“ in der Garnisonkirche wirkungsvoll inszeniert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entschieden im Sommer 1945 die Siegermächte USA, Sowjetunion und Großbritannien auf der Potsdamer Konferenz über die Zukunft Europas. Tagungsort war das Schloss Cecilienhof. In dessen unmittelbarer Nähe riegelte die sowjetische Besatzungsmacht ein Wohnviertel in der Nauener Vorstadt ab. In diesem gesperrten „Militärstädtchen Nr. 7“ befand sich der Hauptsitz der militärischen Spionageabwehr mit zentralem Untersuchungsgefängnis in der Leistikowstraße. Das sowjetische Geheimdienst- Untersuchungsgefängnis für das Land Brandenburg lag dagegen mitten im Stadtzentrum in der Lindenstraße. Mit der Abriegelung von West-Berlin seit 1952 und dem Bau der Berliner Mauer 1961 wurde die Glienicker Brücke zum Symbol des Kalten Krieges und Potsdam Grenzstadt.

Über zehn Stationen führt der Flyer den Besucher durch diese wechselvolle Geschichte der Stadt. Die Spur führt vom Filmmuseum über das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, zu den Forschungseinrichtungen Zentrum für Zeithistorische Forschung und Moses-Mendelssohn-Zentrum, weiter zur Außenstelle des Potsdam Museums der Gedenkstätte Lindenstraße 54/55, der Beratungsstelle der BStU in der Lindenstraße, der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße, dem Schloss Cecilienhof, der Villa Schöningen und, etwas außerhalb gelegen, zur Erinnerungs- und Begegnungsstätte Drewitz-Dreilinden. Auch zukünftig wollen sich die genannten Institutionen in der AG "Zeitgeschichte in Potsdam" treffen, um ihre Zusammenarbeit auszubauen, gemeinsam in die Öffentlichkeit zu treten, Besucher zu werben, Angebote aufeinander abzustimmen und Verbundprojekte zu entwickeln. Der Museumsverband Brandenburg nimmt in der AG eine beratende, koordinierende und moderierende Funktion ein.

Der Flyer "Zeit für Geschichte in Potsdam" wurde gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Stadt Potsdam.

Eine PDF-Version des Flyers finden Sie auf unserer Homepage unter http://www.museen-brandenburg.de/327.0.html

Verantwortlich:

--
Arne Lindemann M.A.
Mitarbeiter

Museumsverband des
Landes Brandenburg e.V.
Am Bassin 3
14467 Potsdam

Fon: (0331) 232 79 11
Fax: (0331) 232 79 20
www.museen-brandenburg.de
www.zeitgeschichte-im-museum.de